Enduroclub-Eiter

 

 

 

 

 

                                               Enduro Pokal 2012 von Kolwen

 

Da ich nach dem Enduro in Dahlen auf Platz 5 in die Sommerpause abgetaucht bin, war mein Ziel für dieses Jahr auch diesen Platz in der Meisterschaft zu halten. 
Obwohl es dann im August nach der zweitage Fahrt in Burg erstmal auf Platz 7 abwärts ging. Eigentlich war ich nicht schlecht unterwegs aber die Konkurrenz hat ähnliche Ziele und wie immer machten sich selbst kleine Fehler im Resultat bemerkbar..
Meine Husky konnte ich kurzfristig verkaufen und ein Kumpel hatte mir zum Glück seine Husaberg 450 ausgeliehen. So ging es dann mit einem komplett anderem Bike nach Waldkappel, einem der schönsten Rennen im Jahr. Hier hatte man es sogar geschafft die Runde von 70 auf 90 km zu verlängern. Obwohl ich mit dem fremden Bike gefühlt nicht so gut klar kam hatte ich nach 8 Stunden und 270 Km meinen fünften Platz wieder zurück erobert. Das „fremdgehen“ auf der 450ziger war eine interessante Erfahrung. Hat mir aber gezeigt das ich mit der Neubestellung der neuen 310R die richtige Wahl getroffen habe.
Sicher hat so ein „großes“ Motorrrad auch Vorteile, aber für mich mehr Nachteile!

Nun folgte der stressige Oktober denn jedes Wochenende fand ein Lauf statt.

Nachdem mein neues Bike gerade so eingefahren war gings auf nach Tucheim. Da hier die SPs meist sehr sandigen Untergrund aufweisen war für mich klar, wenn ich nochmal in Podiumsnähe landen kann dann nur ím Sand. Nicht das ich ein guter Sandfahrer bin, aber Uelsen mit Platz 3 hat gezeigt das meine direkten Gegner im Sand nicht ganz so stark sind.

Tucheim ist nach Zschopau der schwerste Lauf obwohl die Strecke keine großen Auf- und Abfahrten aufweist. Aber 99% Gelände und hauptsächlich Single Trails fordern ständig höchste Konzentration. Auf der ersten Etappe befindet sich der gefürchtete Schlammloch Abschnitt. Ich hatte Glück und kam gut durch, aber dann der Schock an der ersten ZK. Noch knapp eine Minute war hier Zeit. Jetzt war ich richtig wach, denn in der zweiten Runde verkürzt sich die Rundenzeit nochmals. Bis auf die letzte Etappe in der man tanken muss gabs so gut wie keine Zeit zum ausruhen. Man musste also den ganzen Tag alles geben. Meine Hoffnung hier durch den gelben Untergrund nochmal zu punkten ging auf ich lag den ganzen Tag auf Platz 3. 
In der letzten der 4 Runden fing es sehr stark an zu regnen, aber bisher konnte ich große Fehler vermeiden. Nachdem ich eine der noch verbliebenen verzweifelten Damen aus einem verkeiltem Unterholz befreit hatte, was mir zum Dank Krämpfe und einen heftigen Sturz danach einbrachten, schaffte ich es aber dennoch ohne Strafzeit (40 Sekunden!) das Etappenziel zu erreichen. Jetzt war nur noch die letzte SP zu absolvieren, aber ein Absperrband blockierte mein Hinterrad, was nicht selten schon für Ausfälle gesorgt hat. Glück im Unglück, denn das Band gab nach und ich konnte die Fahrt fortsetzen. Leider fehlten mir letztlich 7 Sekunden zu meinem vorher sicherem Platz 3 und der zweite war auch nur 25 Sekunden entfernt.
Das aber fast zwei Drittel aller Fahrer ausgefallen waren lies meinen Ärger über das verpasste Treppchen wieder schnell vergessen. 
Eine Woche später folgte der nächste Lauf im bayrischem Streitberg. Die Kulisse der kleinen Stadt mit einer riesigen Felswand erinnern eher an einen Drehort für einen Heimatfilm anstatt den Austragungsort eines Enduro Wettbewerbs. Die Strecke war das beste was es dieses Jahr zu befahren gab. Alles drin, schöne Auf/Abfahrten, Bachdurchfahrten usw. Und zusätzlich noch drei Sonderprüfungen in jeder Runde. Eine davon war ein richtiger Endurotest wo es nur über Wurzeln zwischen den Bäumen ging was mir ein wenig Respekt einflößte denn so was auf Zeit zu fahren bin nicht gewohnt. Was sich dann auch ein wenig in meinen Zeiten bemerkbar machte, denn in den anderen, mehr flüssig zu fahrenden Prüfungen war ich weiter vorn. 
Am 21.10. konnte ich dann zu erstmal nicht in Rommersheim dabei sein weil zeitgleich der Lauf in Kempenich stattfand. Bei schönstem Wetter fing die Etappe dann auch erstmal für Kempenich Verhältnisse selektiv an und nach der ersten SP musste man ein fettes Schlammloch durchfahren. 
Leider wurde das Schlammloch aber schon in der ersten Runde herausgenommen weil ein Großteil der Teilnehmer hier nicht mehr durchkam. Die restliche Etappe war dann wie in den Jahren zuvor. Auf der Ackerprüfung war ich gut dabei aber in der SP2 steigerte ich mich zwar in jeder Runde deutlich aber am Ende fehlte mir nicht mal 1 Sekunde auf den sechsten.
Nun war noch ein Lauf und Gunnar Junge auf Platz 6 benötigte nur noch drei Punkte um mich einzuholen. Der ist Enduro Fahrtrainer, war schon bei den Six Days, WM Läufen usw. dabei was zeigt mit welchem Kaliber ich als reiner Noname Hobbyhonk hier kämpfen muss. Weiter vorne die Jungs sind zumindest National bekannt und haben schon irgendwelche Meisterschaftstitel abgeräumt.

Auf Platz 7-8 befanden sich noch zwei sehr schnelle Fahrer, die aber durch technische Ausfälle hinter mir in der Meisterschaft geblieben waren.
Also musste ich beim letzten Lauf in Dachsbach nochmal kräftig punkten, um nicht noch auf Platz 8 ab zu rutschen. Rutschen war dann auch das richtige Wort für die Strecke in Dachsbach, wo tatsächlich eine geschlossene Schneedecke bei einer der SP auf uns Fahrer wartete. Zum Glück endete der Schneefall in der Nacht aber bei Temperaturen knapp über 0 musste man den ganzen Tag mit erfrorenen Fingern kämpfen.
Der Tag begann aber trotzdem gut für mich, denn ich konnte in der ersten SP die zweit schnellste Zeit fahren. Dies bekommt man schon mal mit, weil die Livezeiten bei jedem Rennen im Internet zur Verfügung stehen. Die meisten Fahrer werden so ständig von Ihren Teams informiert. Die andere SP war eine riesige Wiese mit sehr festem Boden und einer kleinen MX Strecke mit künstlichen Hindernissen. Hier war es sehr schwierig die richtige Fahrtechnik zu finden, denn mal hatte man Grip und mal wiederum überhaupt nicht. Ich und auch sehr viele andere mussten mehrmals zu Boden, aber am Ende des Tages sprang der vierte Platz dabei heraus. Sehr erleichtert stellte ich im Ziel fest das es reichen wird meinen Platz zu halten obwohl einer meiner Verfolger auf Platz 2 gelandet war. Meister in meine Klasse (4 Takt bis 450ccm) wurde überlegen Joscha Wiefel auf einer TE 449 der 2011 noch GCC Europa Meister war und auch in der Motocross Szene einige Titel gewonnen hat.

Durch die Punkte aus dem Enduro Pokal habe ich es nun auch geschafft die ADAC Mittelrhein Meisterschaft zu gewinnen !!!

Mein Dank in diesem Jahr geht erstmal an Rolf Thielen der mir sein Bike geliehen hat, was wohl die wenigsten getan hätten :-). Dann bedanke ich mich bei der Firma Butzner die die komplette Bereifung für dieses Jahr gesponsort haben, beim Ulli (Motorumpf), dem MSC Dreckenach, dem ADAC Mittelrhein,  aber am meisten danke ich meiner Heike die trotz unserer Tochter immer noch das nötige Verständnis für mein Hobby hat!

Ach und ich muss mich noch bei meinen T4 bedanken der nun nach 12 Jahren und inzwischen einer halben Million Kilometer immer noch treue Dienste leistet ohne mich auch nur einmal im Stich gelassen zu haben. 

 

 

 

 

                                                        GCC Walldorf 2012

 

 

 

 

Eigentlich hatte ich mich schon auf die Strecke gefreut und die Regenschauer auf der Hinfahrt taten meiner Stimmung keinen Abbruch, denn mir is Matsch lieber als Staub. Die sehr schöne Strecke mit einer normalerweise sehr langen Runde gespickt mit schönen Auffahrten präsentierte sich dann aber leider nach 10 Stunden Dauerregen teilweise nicht mehr befahrbar. Die Rennzeit und die Strecke wurden erheblich gekürzt.
Nach dem mäßigem Start konnte ich aber rasch wieder Anschluß finden. Die Strecke hatte trotz der Kürzung noch einige ordentliche Auffahrten. Irgendwie fand ich fast immer Traktion, welche sehr viele Konkurrenten vergeblich suchten. Der Regen war gnadenlos, die Brille war ruckzuck unbrauchbar, die Sitzbank war wie mit Seife eingeschmiert auch die Griffe flutschig wie ein Fisch, aber irgendwie
machte es trotzdem Spass. Bis es dann zum ersten großen Stau kam wo man tatsächlich über 10 Minuten nicht weiter kam.
Ausgerechnet in dieser Sektion gab es keine Umleitungsmöglichkeit und die Hoffnung das es in der nächste Runde besser wird war bis zum Rennende vergebens. Ich hatte noch das Glück die Auffahrt jedesmal hoch zu kommen, wenn auch hierfür schon mal Helfer von Nöten waren, denn für sehr viele war hier Feierabend.
Nach dem Rennen war erstmal nicht klar ob der Lauf überhaupt gewertet werden soll. Bei der Siegerehrung, wo ich mir dann auch noch nen Pokal abholen durfte, wurde verkündet das der Lauf doch gewertet wird. Zum Glück, denn nun stehe ich beim GCC und Enduro Pokal jeweils auf Rang 5. Für Roger war es sehr ärgerlich denn er wurde nur 20zigster.
Das mit dem Wetter war halt Pech. Baut jemand ein Strecke die auch im trockenem anspruchsvolle Passagen aufweist, kann dies bei starkem Regen unfahrbar werden!
In 2 Wochen gehts wieder nach Thüringen und Ende Juni steht Mernes auf dem Programm !

 

 

 noch kleines Video von nem Zuschauer!

//youtube.com/watch?v=dT6RPOrV1NY

 

 

 

 

 

 

 

 

Bericht vom GCC in Triptis

 
 

 

Neben dem Enduro Pokal habe ich mich auch beim GCC (German Cross Country) eingeschrieben. Denn in der langen Sommerpause muss man ja auch noch irgendwie am Fahren bleiben. Die Termine der Rennen sind alle schön verteilt so das fast immer drei – vier Wochen dazwischen liegen.

Eingeschrieben hatte ich mich in der Sportfahrer Klasse B da diese Sonntag um 11.00 Uhr startet und man dadurch auch am gleichen Tag an/abreisen kann.

Auch Roger einer meiner Kollegen aus dem Pokal hat sich eingeschrieben und war beim Auftakt in Triptis mit am Start.

 

Wie immer war alles top organisiert, bei der Anmeldung gibt es nie Wartezeiten da die an beiden Tagen von morgens bis Abend stattfindet. Bei über 700 Fahrern muss man das erst mal bewältigen. Ebenso die technische Abnahme bei der das vorhanden sein von zwei Rädern schon zum Bestehen ausreicht.

 

Die Strecke bestand etwa zu 2/3 aus einem Waldstück, der Rest aus der permanenten MX Strecke welche auch bei der MX DM befahren wird.

 

Eine Viertelstunde vor Start muss man im Startbereich in seiner Reihe stehen. Pro Reihe starten hier etwa 30 Fahrer. Mit Startnummer 76 musste ich zusammen mit Roger in die dritte Reihe. Fast 100 Fahrer in unserer Klasse + 50 Senioren befanden sich im Startbereich und der Sprecher kündigte  an, daß dieser Lauf der mit den meisten Fahrern sein wird.  Die Reihen starten etwa 10-20 Sekunden hintereinander. Steht man z.B. in Reihe 6 verliert man schon min. 1 Minute denn dieser „Verlust“ wird nicht angerechnet.

Sicher denkt nun der ein oder andere, was macht das bei 2 Stunden schon aus. Aber will man beim GCC was „reißen“ muss man von Anfang an voll angreifen, es ist schon ein großer Unterschied zu einem 3-Stunden Lauf.

 

Da mein E-Starter seit einiger Zeit nicht immer zuverlässig  funzt war meine Überlegung mit dem Kicker zu starten, wäre auch besser gewesen denn der Motor lief erst recht spät und so hatte ich nach dem Start erst mal die ganze Meute vor mir. Nun ging es zunächst in das Waldstück welches an den meisten Stellen nicht breiter wie ein Singletrail war. Überholen war hier sehr schwer. Roger kam beim Start besser weg aber er tauchte irgendwann vor mir auf und ich war mir eigentlich sicher ihn einzuholen, denn unser „interner Wettkampf“ sollte diesmal zu meinen Gunsten beendet werden.

Es kam aber anderes, ich überholte zwar einige Piloten aber beim geringsten Fehler war auch schon wieder der Hintermann an einem vorbei. Das Niveau schien sehr hoch und ich bekam dicke Arme und daraus resultierend folgten  kleinere Bodenproben.  Roger war erstmal über eine Minute vor mir.  Nun benötigte ich einige Zeit um wieder meine volle Betriebsbereitschaft zu erlangen. Die Strecke war inzwischen schon stark ausgefahren, die Rundenzeiten wurden nicht schneller aber ich baute nicht ab und konnte jetzt einige Plätze zurück erobern. Auch Roger erblickte ich wieder was mir  Hoffnung gab. Letztendlich reichte die Zeit aber nicht mehr und er kam 24 Sekunden vor mir ins Ziel auf Platz 11 und ich Platz 14, daran sieht man auch schon wie eng es hier zu geht.

Es hat riesen Spass gemacht auch wenn ich unseren Fight verloren habe, in 3 Wochen werden die Karten neu gemischt und wir starten dann aus der ersten Reihe.

 
 
Gruß Kolwen


 

 

 

 

 

Hallo Stollengemeinde,
 
mein Plan für dieses Jahr ist die Teilnahme am deutschen Enduro Pokal und am German Cross Country  (GCC). Wobei ich mich dann im August für eine Serie entscheiden muss da es zu Termin Überschneidungen kommt. Die Hoffung an den Six Days teilzunehmen ist noch da, aber die schwindet so langsam.
Das Jahr begann ja erst mal mit der Frostperiode, jetzt war  nur ein wenig Ausdauer Training möglich. Ist schon von Vorteil wenn man einen Hund hat welcher einen dann vors Loch zwingt um sich zu bewegen.
Zusammen mit Rene, Pappe, Hendrik, Hennes usw. gings dann doch irgendwann zum Training  in den großen Sandkasten für Erwachsene .
 
Ein Highlight in dieser Zeit war  sicher der Ausflug ins Enduro Paradis nach XXXXX, hier nochmal vielen Dank an XXXXX für diesen perfekten Tag. Ich weiß nun warum Mirten dort seinen Zweitwohnsitz hat :-) !
Leider hatte ich mir  dort irgendwo mein Knie verletzt, ohne Sturz, aber ich kann mich an ein „Knirchen „erinnnern.  Gegen mitte der Woche war mein Knie dann so angeschwollen das ich fast nicht mehr laufen konnte.  Die eigentlich gute Vorbereitung war  erstmal dahin.
 
Am 11.3 stand dann der erste Pokallauf auf dem Programm. Mein Knie war inzwischen wieder „fahrbar“ und mit meiner kleinen Familie im Schlepptau (Jana ist inzwischen 10 Monate alt), reisten wir am Samstag an.
 
Technische Abnahme war wieder  unkompliziert und anschließend wanderten wir durch die endlose Sonderprüfung 1  die sehr „offen“gesteckt war und den selten genutzten Zähne des letzten Gang sicher mehrmals zum Einsatz bringen würde.
SP 2 war etwas selektiver und mit kleinen  Waldstücken versehen. Bei manchen sorgte ein kleiner „ See“  den man durchqueren oder umfahren konnte für Kopfzerbrechen. Hier durfte mein Labrador als Messlatte ein Bad nehmen und so machte mir der Abschnitt mit ca. 40 cm Wasserstand keine Sorgen mehr. Denn wo Wasser steht muss der Untergrund ja fest sein ,oder?
Am Abend, fanden sich alle im Fahrerlager wieder und es war erstmal zu sehen wie viele bekannte Stollenkollegen am Start waren, allein 10 Fahrer vom MSC-Dreckenach.
 
Kurz nach dem Start  bemerkte ich das mein Transponder verschwunden war, dieser musste also über Nacht aus dem Parc Ferme entwendet worden sein. Aber eigentlich ist dies kein Problem denn an den ZKs wird zusätzlich handschriftlich nachgehalten.
Die erste SP lies nicht lange auf sich warten. Meine Fahrt ähnelte dann zunächstmal dem Ritt auf einem solcher Bullriding Geräte, wo man sich  bei Stufe 7  gerade noch so festhalten kann. Wie immer unzufrieden verließ ich die Prüfung und nahm die Etappe unter die Räder bis zur zweiten SP.  Diese versuchte ich dann erstmal sehr locker anzugehen und eigentlich war ich dann auch einigermaßen zufrieden.
Die Etappe war als wenig anspruchsvoll zu bezeichnen, aber Spaß machts trotzdem und ein paar zusätzliche „Sektionen“ wurden eingebaut, wobei ich den „Autoreifen Berg“ völlig unnötig fand, aber die Zuschauer sollen ja auch ihren Spass haben. Wie bei jedem Pokallauf ist es ein gutes Gefühl völlig legal mit einem Wettbewerbsmotorrad  durch die Landschaft zu heizen  anstatt sich Ärger einzuhandeln und einem die Menschen meist noch freundlich zuwinken.
Auf der Etappe hatten ich meine Taktik für die nächste Runde überarbeitet, denn die SPs würden schon in der zweiten Runde sehr viel ausgefahrener sein und mit meiner Fahrweise aus Runde 1 konnte das nix werden. Einfach locker bleiben aber in den Kurven aggressiver am Gas drehen war meine neue Strategie. Siehe da es ging auf, obwohl die Prüfung wie erwartet schon stark zerbombt war kam ich zunächst für meine Verhältnisse sehr zügig voran. Leider lief ich dann  auf einen langsameren Fahrer auf. Obwohl dieser mir mehrmals Platz machte kam ich einfach viel zu spät vorbei. Letztendlich war´s trotzdem die zweit beste Gesamtzeit in dieser Runde.
Ein wenig Unmut kam nach der zweiten SP auf als ich eine völlig falsche Zeit auf der Anzeige welche hinter jeder SP platziert ist, angezeigt bekam. Selbst der Fahrer den ich in der Prüfung überholt hatte war laut der Anzeige schneller.  Nach der zweiten Runde erfuhr ich aber das ich wohl zwischendurch auf Platz 3 lag, was natürlich deutlich über meine Erwartungen lag somit war ich wieder entspannt. Leider bremste ich meinen Motor in der letzten Prüfung aus und da dieser nicht sofort weiter wollte verlor ich einige Zeit. Tatsächlich fehlten mir dann am Ende 10 Sekunden zum dritten Platz, laut der Anzeige die aber nur die Gesamtzeit alle SPs anzeigt. Strafminuten können erst in die Wertung aufgenommen werden wenn alle Zeitnahme Verantwortlichen und auch die Protokolle der Durchfahrtskontrollen im Ziel bzw. zur Auswertung angekommen sind.
Also muss man immer abwarten bis die Ergebnisse schriftlich ausgehangen werden.
Wir haben aber nicht gewartet und waren schon auf der Heimreise als Pappe mich anrief das ich als „Ausgeschieden“ in der Ergebnisliste stehe. Sollte der fehlende Transponder die Ursache sein? Nach einigen zunächst erfolglosen Anrufen  wurde mein Ergebnis dann am anderem Tag doch  korrigiert und ich war sogar Dritter, weil noch einer  Strafminuten kassiert hatte.
Die Moral von der Geschicht, warte auf die offiziellen Ergebnisse und nutze die Einspruchfrist!!! Ein Pokal und ein Satz neuer Reifen ist mir so durch die Lappen gegangen.

 

 

 

 

 

 

                                               Zschopau 2011

 

2008 war ich zum letzten mal in Zschopau und dieses Jahr stand fest das die härteste Geländefahrt in Deutschland wiedermal in Angriff genommen werden muss. Da das Rennen nicht wie meist üblich am Sonntag sondern Samstag stattfindet beschlossen mein Kumpel Rene und ich schon Donnerstag Abend los zu fahren um am Freitag ohne Stress die drei Sonderprüfungen ablaufen zu können.

Freitag morgen gings dann in der Früh zur  Abnahme und anschließend zur ersten Sonderprüfung, dem Skihang. Seit einer Woche schleppte ich schon ein Erkältung mit mir rum und nach ein paar Metern in dem komplett am Hang liegendem Gelände merkte ich das meine Beine sehr schwer wurden und ich kam den anderen Jungs nicht mehr nach. Nachdem ich mich dann durch alle Prüfungen gequält hatte fühlte ich mich richtig krank mit leichtem Fieber. Wer schon mal in Zschopau gefahren ist weiß das man hier schon fit sein sollte. Meine Motivation war im Keller und ich ging realtiv früh ins Bett.

 

Am Morgen fühlte ich mich nicht besser, aber da das Wetter so gut wie fast noch nie in Zschopau war musste ich natürlich starten. Bei Regen hätte ich gekniffen.

Dann gings los, trotz der Sonne waren es erstmal nur um 0 Grad  und wie immer folgt sofort die erste Prüfung unmittelbar nach dem Start. Mit noch kalten Motor nahm ich die Fahrt in den noch teilweise gefrorenen Skihang auf. Von Fahren konnte man aber nicht sprechen denn ich hat überhaupt kein Gefühl fürs Motorrad und als Höhepunkt legte ich mich auch noch nach einem Bedienfehler  der Vorderradbremse schön auf die Nase. Durch das Fieber war ich eh schon geschwächt und allein das Aufheben des Bikes verbrauchte jetzt schon meine Energie.

Aufgeben nach 10 Minuten, erstmal nicht, aber der Gedanke verfolgt mich jetzt ständig denn die Etappe war ebenfalls ne Katastrophe. Jede Auf/Abfahrt war ein Krampf aber irgendwie kam ich doch weiter. Die erste Etappe hat immer sehr knappe Sollzeiten daher kann man sich nirgendwo aufhalten und  auch der berüchtigte Schlammabschnitt „Rund um Börnichen“ erwartet die Fahrer. Hier angekommen, gabs erst mal nen großen Stau. Warum konnte ich nicht verstehen denn eigentlich war der Abschnitt im Vergleich zu vergangenen Jahren einfach zu fahren, sogar für mich. Aber der Stau dauerte mehrere Minuten und so rollte ich noch gerade so in die ZK 2 ohne Strafminuten.

Nun geisterte mir durch den Kopf wie soll ich die Etappe in der zweiten Runde schaffen, denn die Sollzeit ist dann nochmal 5 Minuten reduziert.

Ich bin froh das bisher keine Videos im Netz aufgetaucht sind wo man mich sehen kann, denn das beschämende rumgeeiere hätte man höchstens für ein Lehrvideo“wie mach ich es falsch“ nutzen können.

Nach der ZK 3 folgte die schwerste Etappe mit Weber- und Teufelshang. Ehrlich gesagt war  mein Selbstvertrauen so weit gesunken das ich nicht daran glaubte die Hänge zu schaffen.

Der Weberhang ist die längste Auffahrt gesät mit vielen Steinplatten und an der schwierigsten Passage nur etwa zwei Meter breit. Bis zu dieser Schlüsselstelle gelangte ich erstaunlicherweise noch ganz gut. Die Sonne stand sehr tief und ich konnte den vor mir zum stehen gekommenden Fahrer nicht richtig einschätzen musste so die Spur wechseln und es reichte nicht mehr um die Felsplatten an der Stelle zu überwinden. Irgendwann war ich dann oben und nach der letzten SP folgte der Teufelshang.

Den hatten wir uns am Tag vorher auch noch angesehen denn es war bekannt das hier eine neue Spur gefahren werden sollte um den „alten“ Hang etwas zu schonen.

Ich denke, ohne mich zu Überschätzen, hätte ich den Hang normalerweise ohne Hilfe fahren können, eigentlich fand man überall Grip. Aber der Aufwand den Hang zu bezwingen war dann in meiner kränklichen Verfassung ein wenig höher. Dank der zahlreichen Helfer gelangte ich auch hier an den Gipfel.

So war dann die erste Runde geschafft. Wie schon vorhin erwähnt verkürzen sich in der 2 Runde die Sollzeiten und nun musste wirklich alles passen!

Glücklicherweise fühlte ich mich gerade in dieser Etappe etwas besser und auch am Schlammloch gabs kein Stau somit hatte ich dann fast 4 Minuten übrig am Etappenziel.

Leider war die Erholung nur ein kurzfristiges aufbäumen, kurze zeit später gings mir noch schlechter als vorher. Die eigentlich sehr schönen Prüfungen brachten mich zum verzweifeln denn von beispielweise 10 Anliegern treffe ich doch meistens min. 7 aber hier war das Verhältnis umgekehrt.

Nach etwa 5 Stunden galt es dann den Weberhang ein letztes mal zu bezwingen. Diesmal kam ich aber schon mehrmals im unterem Teil zum stehen, gnadenlos suchte mein Hinterrad nach Traktion, Helfer sind in diesem Bereich noch keine.  Die Hilfe kam dann doch, wie ein Engel der meine Gebete erhört hat, erblickte ich plötzlich einen mit Warnweste gekleideten Streckenposten der tatsächlich die Strecke umleitete. Der Weberhang war gesperrt. Nach dem Rennen erfuhren wir das es hier wohl Verletzte gab und man die erstmal nicht bergen konnte ohne die Strecke zu sperren.

Ich atmete auf, denn nun war ja „nur“ noch der Teufelshang zu absolvieren und durch das umleiten war das Zeitpolster auch noch ein wenig gewachsen.

Noch nie hatte ich die Husky mit montiertem Lüfter zum kochen gebracht, aber der Teufelshang schaffte dies dann auch noch trotz Schiebehilfe. Es war einfach deprimierend zu hören, während ich zermürbt in meiner Rauchwolke stand, das dort auch Fahrer ohne Hilfe vorbei kamen.

14.20 Uhr war das Ziel dann noch pünktlich erreicht. Eigentlich kann man stolz sein in Zschopau ohne Strafminuten oder überhaupt ins Ziel zu kommen aber ich konnte mich nicht freuen.  Rene, der ja auch mein Konkurrent ist, hatte fast 2 Minuten auf mich herausgefahren was schon mal klar zeigte wie schwach ich war , denn normalerweise sind wir etwa gleich auf!
Von 53 Startern war ich mit Platz 17 der erste ohne Zeitstrafen, Rene Platz 9.
  

 

 

 

Das Finale war der Horror für mich, hier war innerhalb einer Stunde mehr passiert als in den 6 Stunden zu vor! Durch Gegenverkehr komplettes Heck abgerissen, zweimal Kette abgesprungen usw............!

 

Gruß Kolwen

 

 

 

 

Moin,
 
da ich innerhalb kurzer Zeit an zwei Läufen der GCC Meisterschaft teilgenommen habe , möchte ich die Serie hier mal kurz vorstellen.

GCC steht für German-Cross- Country und ist ein Mix aus Motocross und Enduro. Die Serie hat sich in den letzten Jahren zu der  populärsten   Rennserie in Deutschland entwickelt, mit bis zu 800 (in Goldbach) angemeldeten Fahrern an einem Wochenende.

Ein Grund für die Beliebtheit ist sicherlich die unkomplizierte Art Rennen zu fahren. Man meldet sich einfach online an, überweist die 35 € und am Renntag ist nur noch der Haftverzicht zu unterschreiben. Dann benötigt man noch 3 €uro für die aktiven Transponder, welche in Form von kleinen Aufklebern auf den Helm geklebt werden und fertig. Technische Abnahme gibts natürlich auch, aber da auch „Crosser“ mit fahren dürfen gibt es also keine Auflagen außer natürlich eine ordnungsgemäße Technik was selbstverständlich sein sollte. Bei anderen Verunstaltungen ist das meist auch nicht wesentlich anders , aber hier war ich jedesmal innerhalb von 10 Minuten mit allem fertig!

 

Die Serie ist in 15 Klassen aufgeteilt, von den Kidis bis zum Profi. Wobei die Klassen alle alters- oder leistungsbedingt sind. Der Hubraum, 2- oder 4 Takt,  ist frei wählbar.

 

Sehr viele Motocrosser sind zum GCC gewechselt weil man hier einfach mehr zum Fahren kommt als beim normalem Motocross. Beim MX ist es oft so das man morgens ein Training hat, dann wieder sehr lange wartetet bis es dann los geht, danach wieder ne Pause, oft muss man dann das Moped noch reinigen usw. Am Abend hat man dann je nach Klasse meist nicht mehr als eine Stunde mehr auf dem Zähler, aber dennoch ist man den ganzen Tag gebunden. Beim GCC packt man einmal aus, fährt zwei Stunden und das wars!

Da die Klassen meist von den in die Meisterschaft eingeschriebenen Fahrern ausgebucht sind bleibt einem nur die Möglichkeit in der Klasse „Guests“ zu starten. Hier kann sich jeder anmelden vom Anfänger bis zum Profi.

 

Die Strecken , kann nur Mernes und Golbach beschreiben, andere sollen aber ähnlich sein, sind meist verlängerte Motocross Strecken mit anliegenden Feldern, Wiesen, Wäldern usw. (4-6 km) Künstliche Hindernisse oder extreme Abschnitte gabs zumindest bei den beiden nicht, was aber den großen Vorteil hat das es so gut wie keine Staus gibt. Ich persönlich muss ehrlich gestehen das mir solch flüssig zu fahrende Strecken inzwischen lieber sind da man hier wirklich mal richtig Gas geben kann ohne ständig „rummzueieren“. Klar kommen solche Verhältnisse eher den  „Crossern“ entgegen, aber ein guter Fahrer beherrscht sowieso beides wie man bei den Profis oftmals beobachten kann.

 

 

Die Startaufstellung ist Reihenweise. Der Start erfolgt mit Hände hoch wie beim Überfall und Motor aus. Ist die erste Reihe gestartet folgt nach Fahnenschwung die nächste. Somit hat die letzte Startreihe schon mal einen kleinen Nachteil gegenüber der ersten, denn meines Wissens wird die Zeit nicht addiert die man später startet.

 

 Rennverlauf in Mernes:

 

 

Die Bedienungen waren ideal, nicht zu heiß und leicht feuchter Boden mit super Grip. Die Strecke war sehr abwechslungsreich gesteckt, es gab enge Abschnitte vorrangig im Wald aber auch lange Geraden wo man auch mal in den sechsten Gang schalten musste Das Rennen lief erst mal ganz gut, außer dass ich wie immer etwas Probleme hatte mir die ganzen Kurven zu merken.  So etwa nach 1,5 Stunden viel mir dann auf das ich eigentlich

noch viel zu entspannt unterwegs war denn so ne richtige Erschöpfung war noch nicht eingetreten und als ich dann auch überrundet wurde erkannte ich das man bei 2 Stunden Race wesentlich aggressiver fahren kann und muss als bei den üblichen 3 Stunden Rennen. Ein 2 Stunden Rennen führt aber auch noch ein anderes Problem mit sich, denn die Husky hat nur einen 7 Liter Tank und somit wirds knapp ohne Tankstopp. Also schaute ich schon mal öfters auf meine Tank Leuchte, als die aber 15 Minuten vor Ende immer noch nicht an war konnte ich mir das Tanken sparen, dachte ich!!

Die 2 Stunden waren vorbei und ich befand mich in der letzten runde als plötzlich der Motor ab starb, aus die Maus, der Blick in den Tank verriet mir das einem die Elektrik schon mal einen Streich spielen kann, denn Lampe nicht an und Tank trotzdem leer!

Somit konnte ich das Rennen nicht beenden, wurde aber auch ohne die Runde noch 13ter von 65! Ein Kabel am Tanksensor hatte sich gelöst wie ich später herausfand!

 

 

Rennverlauf Goldbach:

 

Goldbach zählt zu den beliebtesten Läufen und schon viele Wochen vor dem Rennen waren alle Klassen ausgebucht. Die ehemalige WM Strecke mit den anliegenden Obstfeldern konnte sogar die Strecke von Mernes noch toppen, denn auch hier waren die Verhältnisse ideal. Im Programmheft waren unter der Klasse „Guests“ über 150 Fahrer + die Klasse Super Senioren von nochmal 26 Fahrern aufgeführt, aber wie schon oben beschrieben gab es trotzdem keine großen Staus.

Diesmal war meine Taktik ein wenig anderes und nach dem Start aus der zweit letzten Reihe konnte ich das Hauptfeld auch rasch einholen und fand eine guten Rythmus. Obwohl ich in der zweite Runden auf Grund meines bescheidenen Kurzzeitgedächstniss einen dieser Sprünge den man nur mit Vollgas oder gar nicht springen muss vergessen hatte. Ich war zu langsam un prallte mit dem Motor auf die Kante, aber es war oh Wunder nichts passiert und es tat auch nicht mal weh, somit auch schnell wieder vergessen!

Am schönsten fand ich ein Wiesenstück welches einer Sonderprüfung aus dem klassischem Enduro stark ähnelte. Hier konnte ich auch immer ein paar Meter gegenüber einigen Gegnern gut machen. Das ich diesmal Tanken musste war mir klar und nach etwa 1,5 Stunden leuchtet  diesmal die Reserveleuchte. Den späteren fünftplatzierten, der übrignes auf der neuen EXC 350 unterwegs war, hatte ich schon eingeholt aber der musste dank 9 Liter Tank nicht zum tanken. Die Pause kostete mich 3 Plätze aber der 7 Platz von 113 gewährtetden Fahrern war super und nen Pokal gabs auch noch.

 

Abends gibst in Goldbach immer ne top Party mit Live Band usw, daher werde ich nächstes Jahr dort übernachten. Sonntags kann man sich dann noch die Profis ansehen (falls man noch was sieht), wie z.B. Joel Smets der siebenfache Weltmeister usw.

 

Kann mir gut vorstellen diese Serie nächstes Jahr mal komplett in Angriff zu nehmen.

 

 

Gruß

 

 

Kolwen

 

 

 

 

 

 

Enduro Xtrem 2011

 

 

Eigentlich hatte ich keine große Lust auf das Enduro Xtrem, da es letztes Jahr für mich das schlimmste Rennen war was ich je gefahren bin. Bei Temperaturen von über 40 Grad hatte ich nach der Einführungsrunde schon einen Sonnenstich der sich später mit Durchfall, Fieber usw. bestätigte.

Aber letztendlich kann man nicht einem Rennen fernbleiben wo die gesamte Hobbyfahrer Elite teilnimmt die man  in den letzten Jahren kennen gelernt hat. Die Starterliste zeigte aber auch zahlreiche Top Fahrer  aus verschiedenen Rennserien und allerlei Nationen.

 

Nach der Anreise und den üblichem Vorgeblänkel gings dann in die Einführungsrunde. Ich nutzte die volle Zeit um möglichst viele Spuren zu testen und nach der dritten Runde war ich eigentlich wieder  sehr motiviert, denn mit keiner Auffahrt oder sonstwas hatte ich große Probleme. Kein Vergleich mit dem Vorjahr alles schien irgendwie einfacher.

 

Kurz vor 13.00 Uhr schlappten wir dann alle ins Loch zur Startaufstellung. Ein Le-Mans-Start ist ja eigentlich keine große Sache aber da das Rennen „extrem“ heißt ist hier alles ein wenig anders. Nach den Startschuss darf man dann versuchen im Spurt oder wie auch immer die Strecke zum Motorrad von etwa 300 Metern  in Angriff zu nehmen.

 

Ich lief auch erstmal zügig los, aber bereits am Anfang der Steigung musste ich meinen Helm nach oben ziehen weil ich dachte den hätte jemand Luftdicht gemacht. Am oberen Ende des Hanges war ich schon so fertig  das  ich  nur noch durch das Anfeuern der Zuschauer zum Bike gelangt bin.

Ich klammerte mich erstmal am Lenker fest und hoffte das mich die Husky irgendwie um den Kurs tragen würde, mit der Hoffnung das der Puls wohl bald wieder in den Normbereich absinken würde. Vorbei war meine “ Einführungsrundeneuphorie“ , denn ich machte jetzt schon sehr viele Fehler. In Runde 3  schlug ich an einer der kleinen Auffahrten so heftig gegen einen Fels das mein Lenker krumm war und das Blut irgendwo aus dem Mittelfinger lief, den ich in diesem Moment am liebsten den Streckenbauern gezeigt hätte.

Mein Verstand sagte mir das ich jetzt besser mal eine Pause machen sollte um mich ein wenig zu erholen, aber der Wille war stärker und ich murkste weiter.

Ich fand einfach keinen Rhythmus und so kam dann irgendwann der absolute Tiefpunkt des Rennens. Eigentlich bereiten mir die Holzhaufen bis dahin überhaupt keine Probleme, daher war ich auch selbstbewusst genug den letzten in Angriff zu nehmen obwohl dort zwei andere Fahrer querlagen. Natürlich blieb ich genau daneben in den nassen Stämmen hängen. Die Helfer waren noch mit meinem Leidensgenossen  beschäftigt und ich zerrte an meinen Bike aber es ging nichts und zu allem Überfluss verklemmte sich das Hinterrad dann in einem Spalt nachdem ich das Bike inzwischen parallel zum Holz positioniert hatte. Völlig entkräftet sprang ich den Holzhaufen runter und wollte das Moped schon als Mahntafel dort stehen lassen. Ich wartete dann schließlich bis die Unterarmkrämpfe es wieder zuließen das meine Hände das Vehikel vom Hinderniss runter ziehen konnten. Nun setzte sich doch mein Verstand durch und ich rollte in die Tankzone.  Tatsächlich konnte ich mich wirklich ein wenig erholen und das Fahren machte sogar zum erstenmal wieder  Spass, nicht merkbar schneller aber sauberer schaffte ich einige Sektionen  zu fahren wo ich vorher große Probleme hatte.  Jetzt weiß ich das ich mit einer kleinen Pause am Anfang des Rennens  den weiteren Verlauf gravierend beeinflusst hätte.   Aber nachher ist man immer schlauer  In der Strecke war diesmal ein kleiner Mutsprung eingebaut den die meisten die sich den vorher angesehen hatten nicht gesprungen sind, denn kam man  hier zu kurz würde man wohl die Schweißnähte hinter dem Lenkkopf auf Standfestigkeit testen und ohne Kran sollte dort auch kein Bike zu bergen sein. Wiedermal war es Ivo, einer der luxemburger Lokalmatadoren der hier für eine Schrecksekunde sorgte . Kurz vor dem Sprung war ich hinter ihm und musste ansehen wie er an der Kante hängen blieb, aber es dennoch mit riesen Glück aufs Plateau schaffte. Ich bin mir sicher das der Flug mit 5cm weniger Höhe aus der 300 EXC  einen Ersatzteilspender gemacht hätte.

Danach musste ich vor Schiss  erstmalig die Umfahrung testen. Obwohl es nach der Pause besser lief war mein Körper doch ziemlich im A..... und gegen Ende des Rennens musste so manche Auffahrt auch mal als Abfahrt genutzt werden um wieder neuen Anlauf zu nehmen. Leider hatte ich meine Uhr am Bike nicht korrekt eingestellt und so war ich dann, laut meiner Rechnung, irgendwann in der letzten Runde und rollte nur noch vor mich hin und im Ziel war aber dann niemand der die Fahne schwenkte sondern eine Uhr die noch ganze 5 Minuten anzeigte. Runde 13 war dann die letzte.

Auf Grund meiner bescheidenen Vorstellung , die optisch in einigen Sektionen wohl eher an einen Anfänger erinnert hat und der zahlreichen Prominenz unter den Startern war mir schon klar das es diesmal nicht für  Platzierungen (Platz 4 und 7) wie aus den Vorjahren reichen würde.  Aber mit dem 19zehnten war ich trotzdem zufrieden denn in der Ergebnisliste war vor mir kein einziger der ganzen "Hobbystars", sondern nur welche deren Namen man nicht aussprechen kann oder die oben erwähnten Top Fahrer und das bei immerhin 150 Startern.

Martin Dimmer (Mirten)  landete mit 11 Runden auf dem ebenfalls hervorragendem Platz 35! 

 

Fazit:   Nächstes Jahr werde ich auf jeden Fall ohne Helm zum Moped laufen und meine Taktik direkt nach dem Start ändern , denn  wenn man sich am Anfang schon verausgabt wirds hart.  Da ich mit den Auffahrten keine großen Probleme hatte sondern eher mit den kleinen steinigen Passagen werde ich wohl als Training vor dem nächsten "Extrem" einige Trainingseinheiten im belgischen Bilstain absolvieren müssen.  

 

Ansonsten wiedermal alles top organisiert von den Luxis!

 

 

 

 

 

 

 

 

Enduro Pokal 2011 Uelsen

 

 

 

 

Der Auftakt zum Enduro Pokal war auch diese Jahr wieder in Uelsen. Die Starterlisten waren fast alle prall gefüllt. Vor allen Dingen die 450ziger Klasse mit weit über 50 Startern gegenüber letztem Jahr (20) hatte regen Zuwachs. Dazu beigetragen hat sicherlich auch die neue 310er Husky, ich denke hätte KTM die 350ziger schon im Verkauf wäre da noch mehr los gewesen. Das der Trend bei den 4-Taktern zu kleineren Hubräumen geht zeigt auch die geringe Starteranzahl in der großen Viertaktklasse mit gerade mal 20 Fahrern. Die über 50 Starter in der Zweitaktklasse belegen auch das dieses noch vor einigen Jahren totgesagte Motorprinzip keineswegs ausgestorben ist, zumindest im Endurosport.

Ich werde meiner 250ziger wohl noch ein Jahr zumuten und mit fast 40 Startern kann ich mich über mangelnde Konkurrenz auch nicht beschweren.

 

 

 

Die Wettervorhersage zeigte das Uelsen schon mal wesentlich angenehmer zu werden schien wie im Jahr 2010 wo die Temperaturen auch tagsüber kaum über 0Grad lagen.

 

 

 

Ebenfalls positiv war die Nachricht über eine zweite Sonderprüfung in der Runde.

 

 

 

Nachdem wir uns im Fahrerlager, eine ehemalige Kaserne, eingenistet hatten wartete die technischen Abnahme auf uns. Diese war wie immer problemlos und anschließend gings erstmal zum besichtigen der SPs.

Beim Ablaufen der langen Prüfung dachte ich an mein Sandtraining welches dieses Jahr bei meinen wenigen Trainingsfahren ausgeblieben war, dass es erstmal schwer werden würde in diesem Sandkasten zurecht zu kommen.. Denn die gesamte Prüfung war eigentlich nur Tiefsand .

Die andere Sonderprüfung war dann das komplette Gegenteil. In unser erschrockenes Blickfeld vielen erstmal einige künstliche Hindernisse die man bei der DM bisher nur von den Prologs kannte die meist als  zusätzliche Wertung am Vorabend ausgefahren werden. Diese Hindernisse konnte man auch umfahren, aber ich denke hätte man das Bike über den Holzhaufen werfen müssen, wäre man damit trotzdem noch schneller gewesen als die alternative Umleitung zu nutzen. Der Rest der Prüfung war dann größtenteils ein frisch gerodeter Wald der eine ehemalige nur noch zu erahnende Crossstrecke umhüllt hat. 

 

 

Die Fahrerbesprechung lies nichts neues verlauten und nach ein paar Bier gings dann ins Bett.

Pünktlich um 8.33 Uhr rollte ich von der neuen Startrampe. Das erste Stück Etappe beinhaltete noch recht viel Teer und man gelangte so entspannt zur ersten SP.

 

Die künstlichen Hindernisse bereiteten mir  keine Probleme, aber irgendwie fand ich auf dem restlichen Stück nie den richtigen Gang , was mir in der zweiten Runde zwar besser gelang, aber dafür hatte ich dann, sowie auch in der letzten Runde jeweils einen blöden Umfaller. (wie man im Video sehen kann).

Nach der SP folgte mit 70 Minuten die längste Etappe. Uelsen gilt nicht gerade als eine schwere Geländefahrt , denn große Auf- oder Abfahrten sind hier nicht zu finden, aber dennoch machte es riesig Spass durch die unzähligen Kurven der hauptsächlich aus Kiefern bestehenden Waldgebiete mit dem stark sandhaltigem Boden zu heizen!

Gegen Ende dieser Etappe gabs dann noch einen neuen Abschnitt wo man in eine wüstenähnliche Landschaft eintauchte.  Der Sand war hier noch weicher wie man es z.B. von Grevenbroich  kennt! So konnte man sich aber schonmal warm fahren für die zweite SP die den gleichen Untergrund ausnahmslos vorzuweisen hatte.

Die Prüfung gelang mir beim ersten mal eigentlich ganz passabel, aber der Blick auf die Stoppuhr, welche immer im Zielbereich der SPs platziert ist, zeigte das ich da wohl noch irgendwo abkürzen muss. In der zweiten Runde war mir der  Untergrund schon wesentlich sympathischer und es lief super, das wird ne top Zeit, dachte ich, aber in dem Moment wurde meine Euphorie durch mein Helmschild gebremst welches kurzzeitig als Sandschaufel fungierte. Wer mal sein Moped im Sand bergab aufheben musste weiß wie ich mich gefühlt habe. Der Sturz hat vielleicht nur 10 Sekunden gekostet, aber den nicht wiedergefundenen Rhythmus muss man dann auch nochmal dazurechnen.

Die Prüfung in der letzten Runde war dann eine völlig erfolglose Spurensuche denn auch ohne Sturz war ich fast 20 Sekunden langsamer als in Runde 2.

 

 

 

Nach der Ziel Ankunft am Nachmittag konnte ich mich dann auf dem riesigem Ergebnis Monitor als 8 ter in der Liste finden, womit ich an betracht der sehr durchwachsenen SPs super zufrieden war. Zwei Sekunden hätten nur gefehlt um auf Platz sieben zu landen!

 

 

 

Ein schöner Tag lag hinter uns und alle waren zufrieden mit der ersten Geländefahrt im Jahr die zeigt das der Trend in Deutschland wieder in die richtige Richtung geht!

 

 

 

                                                 4 –Stunden Enduro Grevenbroich

 

 

 

 

Glücklicherweise wurde das Rennen wegen der schlechten Witterung im Herbst ins Frühjahr verlegt. Leider war der Termin nicht vor dem Pokallauf den eine besseres Training hätte ich nirgendwo absolvieren können. Wie es sich gehört hatten wir uns alle in der Solo Wertung eingetragen, denn so hat man wenigstens was von seinem Geld!  Mein letzter Auftritt bei dieser Veranstaltung lag schon viele Jahre zurück und die  Erinnerungen in Form von extremen Qualen und mörderischem Materialverschleiß wurden  auf Grund des traumhaften Wetters ignoriert.

Die Strecke umfasste eine Rundenlänge von etwa 6,5 Km, ein großteil bestand natürlich aus der Motocrossbahn , aber den Streckenbauern war es gelungen sehr schöne endurotypische Abschnitte mit allen Arten von Kurven einzubauen.

 

 

 

Nach dem üblichem Le Mans Start konzentrierte ich mich erst mal nur darauf locker zu bleiben und möglichst kraftschonend zu fahren. Ich fand  einem guten Rhythmus und es machte zunehmend mehr Spaß.   Da mein Tank nur 7 Liter beinhaltet war mir klar das ich zweimal Tanken muss.  Mein Teamkollege Rene Schilling (Locke) der mir letzte Zeit bedenklich oft am Auspuff klebt lag nicht weit hinter mir und da er die neue 310er mit dem 8,5 Liter Tank pilotiert und so nur einen Tankstop benötigte, holte er mich erstmal bei meinem Tankstop nach 1,5 Stunden ein   .  Irgendwie hatte ich  mit dem Tiefsand Abschnitten keine Probleme und konnte mein Tempo fast 3 Stunden gleichmäßig halten. Nach dem zweiten Tankstop gings dann aber so langsam bergab denn der Trinkrucksack spendierte nur noch warme Luft und die ersten groben Fehler belegten die nicht mehr aufrecht zu erhaltende  Konzentration.

 

 

 

Nach der erlösenden Zieldurchfahrt standen die Ergebnisse dank des aktiven Transpondersystem aus dem Motocross sofort zur Verfügung. Rene Platz 3 (20 Runden) und meine Wenigkeit auf Platz 2 (21 Runden).

Noch zu erwähnen war die Teilnahme von Turbo, einer der Mitgründer der Eifler Enduroszene, der seid fast einem Jahrzehnt in völliger Abstinenz von Stollenreifen vor sich hin vegetiert ist! Er kämpfte sich bei seinem Debüt wacker durch und landete auf einem hervorragendem 11 Platz von 28 !

 

 

 So, das wars erst mal,

 

 

Gruß Kolwen  

 

 

 

Enduro Pokal 2010

 

Schade, die Saison 2010 ist vorbei. 10 Läufe Enduro Pokal, ingesamt 1950 Km und ca. 72 Betriebstunden.

Der Enduro Pokal/DM  ist in Deutschland die einzige Rennserie wo der Endurosport noch im klassischen Sinne als „Zuverlässsigkeitsgeländefahrt“  durchgeführt wird. Also es handelt sich nicht um 2- 4 Stunden Langstreckenmotocross , sondern die Runden sind 50-85 Km und werden 3-4mal befahren.. Daraus resultiert eine Gesamtfahrzeit pro Tag von 6-8 Stunden und meist 150-230 KM. Die Mopeds müssen zugelassen sein da die Etappen auch über öffentliche Strassen/Wege führen.

Für mich steht hier nicht nur der reine Wettkampf im Vordergrund sondern auch das Endurofahren an sich. Denn wo kann man heutzutage noch legal  richtig durchs Gelände heizen ohne schlechtes Gewissen. Die meisten der Läufe werden sicherlich auf den Sonderprüfungen entschieden von denen pro Runde 1- 3 Stück absolviert werden müssen.  Die  Zeiten auf den Etappen sind bei guter Witterung von einem abizionierten Hobbyfahrer meistens zu schaffen. Aber es gibt auch Rennen wo es bei den „guten“ Fahrern Strafzeiten hagelt!

Sehr positiv finde ich, daß nicht nur im Osten der Republick noch richtig Gelände befahren werden darf. Denn mit Uelsen, Sonnefeld, Waldkappel, Dachsbach und als Highlight Streitberg sind im Terminkalender sehr schöne Veranstaltungen außerhalb der Endurohochburgen wie Dahlen,Burg,Tucheim und Zschopau zu finden.

Nun erst mal zurück zum Saison Anfang. Durch den Wechsel von der TE 310 auf die „kleine“ 250 ziger stand ein Klassenwechsel an. Leider wurde ab diesem Jahr die neue Klasse E1 B geschaffen in der die kleinen 4-Takter bis 250ccm zusammen mit den 2-taktern bis 150ccm starten müssen. Somit rutschte ich in die stärkste Klasse mit meist 30-50 Startern.

Der Auftakt in Uelsen war erstmal sehr bescheiden denn mit Platz 18 war ich sicher nicht zufrieden. Aber 20 Fahrer innerhalb von 2 Minuten zeigte schon vorab wie eng es hier zuging. In anderen Klassen liegen oft Minuten zwischen den einzelnen Plätzen.

Mit Dahlen folgte dann einer der schwersten Läufe und trotz „festfahren“ in einer der heftigen Prüfungen landete ich auf Platz 10 womit ich sehr zufrieden war. Die vorderen Plätze waren hier schon fest in den Händen unserer Ostdeutschen Kollegen. Denn die Jungs vom Team Engel, Team Sturm usw. fuhren teilweise die Zeiten der Profis. Ich kämpfte also meist im vorderen Mittelfeld und nicht selten bedeutete ein kleiner Sturz oder Ausbremser schon mehrere Plätze! Meine Platzierungen lagen meist zwischen 7 und 14.

Ein schöner Saison Abschluß war dann in Kempenich, denn hier reichte es dank Ausfällen usw. für Platz 3. Die Meisterschaft konnte ich mit einem Ausfall in Dachsbach auf Platz 8 beenden womit ich mein Ziel in die top 10 zu gelangen erreicht hatte!

Hiermit möchte ich mich auch nochmal beim Uli (Motorumpf) bedanken. Er konnte zwar leider nur in Kempenich vor Ort sein, aber auch sonst war der Service spitze! Ein Danke geht ebenso an den MSC-Dreckenach, der allen aktiven Fahrern die lizenzgebühr und  die Nenngelder aller Rennen (nicht nur Pokal) größtenteils rückerstattet. Die Husqvarna Prämie sollte hier auch noch erwähnt werden, denn das waren dieses Jahr fast 1000€ . Hinzu kommen noch einige hundert Euros aus dem Topf der ADAC-Mittelrhein Meisterschaft. Diese beendete ich als dritter hinter Matthias Richter (Hinrichter), der bei den sehr stark besetzten Senioren gestartet war und knapp vor Rene Schilling (Locke) der bei den 450zigern gekämpft hat!

Teamchef Pappe, die Rene´s, Schotti, Matthias, Thomas, Roger, usw., ich hoffe ihr seit nächstes Jahr auch wieder mit am Start und bei so manchem Bierchen am Grill!

Wer einfach nur mal reinschnuppern möchte sollte sich einfach per Internet eine C-Lizenz besorgen, kostet nur 20€! Damit kann man bei jeder Veranstaltung nennen. Die 50 € Startgebühr finde ich absolut Ok wenn man bedenkt das man bei anderen Events nicht viel weniger bezahlt aber der Aufwand nur ein Bruchteil dessen ist was hier die Veranstalter auf die Beine stellen müssen.

 

 Gruß Kolwen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Indoor Enduro Rheinberg
Eigentlich bin ich ja kein Freund von künstlichen Hindernissen aber da es sonst noch nicht so viele Trainingsmögllichkeiten dieses Jahr gab entschloss ich mich an diesem bisher in unserer Region einzigartigem Event teilzunehmen. Nach Betreten der riesigen Halle sah die Strecke erstmal wie eine Kartbahn aus, wenn da nicht die Hindernisse gewesen wären. So fanden sich einige Betonröhren, Autowracks, ein ganzes Becken mit losen Holzscheiten,  dicke Felsen und einige Baumstämme auf der fast 300 m langen Strecke. Zwischen den Hindernissen war allerdings erfreulicherweise immer einige Meter Betonboden zum Erhohlen, dachte ich zuerst!  Dann folgte das erste Training und die eigentlich nicht unfahrbaren Sektionen forderten einen extrem, denn man hatte maximal 5 Sekunden bis zum nächsten Hinderniss.

 

Nach zwei Runden hatte ich bereits so heftig "Armpump" das  eine längere Pause nötig war, aber auch danach wurde es nicht besser. Nun war auch jeden klar das die 15 bzw. 20 Minuten Renndistanz sehr hart werden würden.
Die beiden Klassen, Hobby und Expert, wurden jeweils nochmal in zwei Gruppen aufgeteilt damit sich max. 10 Fahrer auf der Strecke befanden. 
Nach den Hobby Quallis gings los. Ich hatte mir auf Grund des miserablen Trainings vorgenommen nur irgendwie ohne "dicke Arme" über die Distanz zu kommen.
Den Start konnte ich sogar gewinnen aber nach ein paar Runden wurde das Zweittaktgebrüll von DM Fahrer Tim Wayne Scharpf immer lauter und als er mich überholt hatte auch ganz schnell wieder leiser!
Natürlich waren auch die sympathischen Luxemburger Ivo, Jo, Ced usw. am Start.  Ivo war in meiner Gruppe und Ihn hatte ich dann auch irgendwann im Nacken aber er musste mehrmals zu Boden und konnte nicht mehr angreifen (zum Glück)!  Robin Graube vom Gas Gas Team, der von allen den spektakulärsten Fahrstil hatte flog im wahrsten Sinne des Wortes mehrmals an mir vorbei aber  da ich in diesem Lauf nur einmal zu Fall kam wurde ich zweiter.
Der zweite Lauf war eine Qual, aber ich wurde zweiter in meiner Gruppe und  war somit im Finale! Auch Jo Kirch hatten sich hinter WM Fahrer Marc Risse fürs Finale platziert!

Nun galt es nochmal 20 Minuten durchzuhalten und nach dem Start sah es auch erstmal ganz gut aus, die sinnlose Hoffnung den drei GAS  GAS Team Fahrern folgenden zu können war schnell verflogen. In dem sehr unangenehm zu fahrenden "Brennholz See" kam ich zu Fall und der abgebrochene Kupplungshebel konnte meine Kräfte auch nicht mehr aktivieren.  Aber außer Christoph Reinert, der Sohn des Veranstalters, der mich noch überholte, hatte alle ihre Probleme denn nach mir kam niemand mehr ins  Ziel!
 
Ein dickes Lob an Familie Reinert und  Helfer die diese Event hervorragend organisiert haben!  www.stefans-enduroshop.de/

Gruß Kolwen

 

 

 

kolwen@web.de